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Das intelligente Interface . Neue Ansätze für die Entwicklung interaktiver Benutzerschnittstellen

(15 April 2001)

X Abstract

"Das Buch, das endlich erklärt, warum man Computer hassen sollte." Jef Raskin ist durchaus bewundernswert. Für alle, die ihn noch nicht kennen: Raskin ist der Vater des Macintosh, eines der ersten Genies, die die Entwicklung des Mac in der ersten Zeit mitbestimmten. Doch viel mehr noch als ein Informatiker ist Raskin ein kognitiver Psychologe. Seine Forschung konzentriert sich auf die Arbeitsweise des Gehirns, vor allem im Zusammenhang der Interaktion zwischen Mensch und Computer. Seine größte Errungenschaft war die -- leider weitgehend unbekannt gebliebene -- Canon Cat, ein ausgezeichneter und wohl durchdachter kleiner Computer. In _Das intelligente Interface_ beschreibt Raskin detailreich, wie Computer konstruiert werden können, die leichter zu verstehen und zu bedienen sind. Wer wollte nicht schon immer wissen, warum man Windows einfach nicht mögen kann? Raskins Buch bietet die Antwort. Tatsächlich enthält das Buch so viele brauchbare Ideen, das man jedem Mitarbeiter bei Microsoft eine Kopie schicken sollte. Die Lektüre des Buches macht Spaß und veranlasst immer wieder zum zustimmenden Kopfnicken. So stellt Raskin etwa fest: "Es gab nie einen technischen Grund, warum ein Computer nach dem Einschalten mehr als ein paar Sekunden brauchen sollte, um funktionsfähig zu sein." Warum braucht Windows (oder Linux!) also so lange, um funktionsbereit zu sein? Ein PalmPilot ist sofort betriebsbereit, ebenso wie ein Handy. Trotzdem akzeptieren wir es aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen, dass Computer ewig brauchen, um zu arbeiten. (Und so lange sich die Käufer darüber nicht beklagen, wird sich das auch nicht ändern.) Computer können unkompliziert sein -- die Menschen, die sie und die Software konstruieren, sollten dieses Buch lesen. Hin und wieder hat man das Gefühl, dass der Entwickler einer Software aus der gleichen Firma kommt, die auch die Bedienungsanwendungen für Videorekorder baut. Warum muss man irgendetwas doppelklicken? Warum bedeutet Ctrl + D im einen Programm ewas völlig anderes als im nächsten? Und was bringt die "Ja/Nein"-Bestätigung, wenn der Nutzer daran gewöhnt ist, "Ja" zu klicken ohne darüber nachzudenken? Raskin schaut genau hin und stellt die richtigen Fragen. Raskins Gedanken über die Computerwelt haben es in sich, man muss jedoch feststellen, dass sich das Buch sehr stark auf die Psychologie konzentriert, die hinter seinen Überlegungen steckt. Wer sich für kognitive Psychologie interessiert, wird an dem Buch (ebenso wie an Büchern von Raskins Kollegen Donald Norman) seine Freude haben. Wer nicht, kann sich mithin schnell langweilen. Trotzdem, es ist überzeugend, wie Raskin seine Argumentation mit professioneller und wissenschaftlicher Gründlichkeit aufbaut und stützt. Jeder, der Software entwickelt oder anderen die Benutzung eines Computers erklärt, sollte das Buch im Regal haben. _--Dan Gookin_

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2008-08-04 User Aibon
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