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Huminstoffe in Sedimentporenwässern ausgewählter Bundeswasserstraßenby: E. Zwirnmann
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AbstractZusammenfassung Huminstoffe (HS) sind ein wesentlicher Bestandteil des organischen Kohlenstoffs in Gewässern. Ihr Charakter und ihre Eigenschaften werden durch den Ursprung und die Art der Entstehung bestimmt. Die Huminstoffe sind nicht ausschließlich refraktäre Verbindungen, sondern sie sind an verschiedenen Stoffkreisläufen im Gewässer beteiligt. Da die Huminstoffe keiner direkten Analytik zugänglich sind, werden verschiedene Methoden angewendet, um sie zu charakterisieren. Das hier vorgestellte LC-OCD-Verfahren (Liquid Chromatography – Organic Carbon Detection) ist eine Ausschlusschromatografie mit einer online UV- und Kohlenstoffbestimmung. Damit können Kohlenstofffraktionen, z. B. Huminstoffe, im Wasser nach ihrer Molekülgröße unterschieden werden. In Sedimentporenwässern von Elbe, Rhein, Donau, Oder und der Müritz-Elde-Wasserstraße wurde der Huminstoffanteil bestimmt. Bis auf wenige Ausnahmen beträgt er zwischen 50 und 67 % des gelösten organischen Kohlenstoffes. Die Fraktion der hochmolekularen Stoffe beträgt zwischen 10 und 34 % und die der niedermolekularen Verbindungen zwischen 7 und 37 %. Die spezifische UV-Absorption (SUVA) der HS-Fraktion ist ein Maß für den Anteil der ungesättigten C-Bindungen und lässt im Zusammenhang mit dem Molekulargewicht auf den Humifizierungsgrad und das Alter der Huminsäuren schließen. Die Verteilung des gelösten organischen Kohlenstoffs auf die verschiedenen Fraktionen zeigt, dass in den Sedimentporenwässern Um- und Abbauprozesse stattfinden, an denen sowohl hochmolekulare pflanzliche Bestandteile (Cellulose, Lignine) als auch biologische Abbauprodukte wie Aminosäuren oder Zucker beteiligt sind.
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