Zusammenfassung Im Rahmen zweier interdisziplinärer Projekte der Forstlichen Bundesversuchsanstalt („Höhenprofil Zillertal“, 1983–1990, und „Höhenprofile Achenkirch“, seit 1990) werden seit 1983 bzw. 1990 ökosystemare Untersuchungen in inneralpinen Tälern durchgeführt. Die Ziele und ersten Ergebnisse aus dem Projekt „Höhenprofile Achenkirch“ werden vorgestellt. Durch die interdisziplinäre Auswertung der Ergebnisse soll ein Beitrag zum Wissen über die Dynamik von Waldökosystemen, über die Hochlagen- und Schutzwaldproblematik und über Einflüsse der Waldweide erarbeitet werden. Weiterhin sollen auf der Basis der Schadstoffbelastungen und der Kenntnis von abgeleiteten Zeigerwerten zur Charakterisierung der Streßbelastung Grundlagen für legislative Maßnahmen geliefert werden. Luftschadstoffmessungen und Nadelanalysen erlauben einerseits die Aufzeichnung seehöhen- und jahreszeitlich bedingter Schwankungen, andererseits zeigen sie unterschiedliche Belastungsmuster auf. Neben bekannten Bioindikationsmethoden werden neue Verfahren (basierend auf bodenbiologischen, enzymatischen und cytogenetischen Meßgrößen) auf ihre Tauglichkeit zur Beschreibung der Umweltsituation ausgetestet. Ferner werden biochemisch-physiologische Zeigerwerte zur Charakterisierung des physiologischen Zustandes der Bäume und zur Quantifizierung der Streßbelastung erarbeitet. Ein weiteres Ziel besteht darin, auf der Basis eines „integrierten ökologischen Monitorings“ den sensiblen Bereich des Kalkalpin zu beschreiben und nach den bestehenden Kriterien und Grenzwerten zu bewerten.