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Die Vegetation der Stopfenreuther Au und ihre standörtliche Differenzierungby: Dieter Miletich
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AbstractDie österreichischen Donauauen ziehen schon seit den 50er-Jahren Wissenschaftler zum Beobachten und Erforschen an. Alle Werke von Elfrune und Gustav WENDELBERGER und später die Arbeiten von HÜBL, JELEM, MADER und MARGL erklären grundlegende Prozesse in den Auwäldern. Allerdings wird in keiner dieser Arbeiten die Aufnahmetechnik nach einer objektiven Methode durchgeführt. Folgende Vegetationseinheiten, die zum Teil auch Pflanzengesellschaften entsprechen, werden nach einer numerischen Analyse beschrieben: ein Fraxino-Populetum und eine Ausbildung mit Querco-Ulmetum-Arten als Vertreter der Hartholzauen, ein Populus canadensis-Forst auf Alnion incanae-Standorten, ein Alnetum incanae auf den Uferwällen der stromfernen Altarme, ein Populus canadensis-Forst auf Salicetum albae-Standorten, das Salicetum albae selbst, das mit Salix alba als dominierender, bestandesbildender Art den Großteil der Weichen Au bedeckt, sowie eine saumartig entlang der Donau verbreitete Salix purpurea-Gesellschaft. Das Initialstadium der Auwälder an der Donau wird durch ein Rorippo-Phalaridetum belegt. Alle Vegetationseinheiten werden in die synsystematische Ordnung der "Pflanzengesellschaften Österreichs" eingegliedert und mit dieser verglichen. Dabei werden Abweichungen und Ergänzungen zu diesem System und dessen diagnostischer Artenkombination aufgezeigt. Durch die Bearbeitung der Vegetationsaufnahmen war es möglich, aus dem Datenmaterial eine Datenbank zu erstellen und über ARC/INFO mit den in einer digitalisierten Karte verorteten Vegetationsaufnahmepunkten des Untersuchungsgebietes zu verknüpfen. Dabei stellt sich ein Verbreitungsmuster der Gehölze heraus, das eine Vegetationsabfolge wiederspiegelt. Die Verbreitung der Geophyten hingegen wird in diesem Ausmaß noch von keinem anderen Autor erläutert. Das Ergebnis diese Bearbeitung zeigt unterschiedliche Standortsansprüche der Geophyten. Auf Standorten, die von Ranunculus ficaria dominiert werden, kommt Allium ursinum nicht oder nur in wenigen Exemplaren vor und umgekehrt. Das Scharbockskraut ist ein Vertreter der Weichen Au, der Bär-Lauch einer der Harten Au. Zwischen diesen beiden Exemplaren liegen Corydalis cava, Gagea lutea, Scilla bifolia, Anemnone ranunculoides und Galanthus nivalis. Der Vergleich der Ergebnisse mit der Forstlichen Standortskarte Donauauen (MADER 1985) zeigt auf, dass die durch diese Arbeit nachgewiesene Vegetationseinheit des Alnetum incanae nicht dargestellt wurde, obwohl sie charakteristische Standorte der Donauauen bestockt. Die Einheiten "Feuchte Pappelau" und "Frische Pappelau" werden in dieser Karte überräpresentiert dargestellt, obwohl ein Teil dieser Standorte eindeutig dem Salicetum albae zugewiesen werden kann. Abschließend wird in dieser Arbeit noch auf die Hochwasserdynamik und den Hochwasserabfluss eingegangen, der während der dreijährigen Beobachtungszeit studiert werden konnte und die Verbreitung der für den Mittellauf eines Stromes charakteristischen Weich- und Hartholzauen erklärt. Diese Arbeit enthält eine Bibliographie zum Thema Auwald. Dabei werden pflanzensoziologische Arbeiten der Donau und March (auch aus Ungarn un der Slowakei), diverser kleinerer Flüsse sowie der deutschen und schweizerischen Flußauen angeführt. Zum Thema "Fluss-Kraftwerk" und "Hainburg - Aubesetzung" gibt es noch weitaus mehr Material, das aber in Anbetracht der oft erkennbaren populärwissenschaftlichen Bedeutung nicht in die Bibliographie aufgenommen wurde.
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