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Rolle und Stellenwert der Soziologie in der Umweltforschungby: Ortwin Renn
edited by: A. Diekmann, C. JaegerIn Umweltsoziologie. Sonderheft 36, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (1996), pp. 28-58.
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Notes for this articleDiskutiert aus eher naturwissenschaftlicher Sicht die Rolle der Sozialwissenschaften bzw. der Soziologie in der Umweltforschung.
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Abstract"Im traditionellen Verständnis der Umweltforschung und der Umweltpolitik wird den Sozialwissenschaften meist die Aufgabe übertragen, Einstellungen der Menschen zu Umwelt und Technik zu messen und die als ökologisch sinnvoll erkannten Verhaltensmaßnahmen akzeptanzfähig zu machen. Dagegen finden die wesentlich bedeutsameren Aufgaben der Sozial- und Kulturwissenschaften, vor allem die Reflektion über die kulturellen Ziele und über die Mittel der Naturveränderung sowie die Hilfestellung bei der Abwägung von Zielkonflikten wenig Beachtung. [...] Bei dem Versuch der Soziologie, Bestandteil einer interdisziplinären Umweltforschung zu werden, sollte die Gefahr der Instrumentalisierung für die Durchsetzung bestimmter Weltbilder erkannt und durch die Betonung der eigenen Perspektive aufgefangen werden. Gleichzeitig steht die heute vorherrschende Tendenz zu einer konstruktivistischen Sichtweise von Umwelt einer sinnvollen Zusammenarbeit vor allem mit der naturwissenschaftlichen Umweltforschung im Wege. Hier sind neue Konzepte notwendig, die eine theoretisch befriedigende Verbindung zwischen physisch meßbaren Veränderungen und den sozial und kulturellen vermittelten Wahrnehmungen und Risikokonstrukten herzustellen vermögen." (S. 28).
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